Krankenpflegerin Luisa Zuch: Zwischen Erfüllung und Überforderung

Shownotes

Rund 500.000 Pflegekräfte werden laut Deutschem Pflegerat in der Kranken- und Altenpflege bis 2034 fehlen. In dieser Folge von From Nine To Life sprechen wir dazu mit Gesundheits- und Krankenpflegerin Luisa Zuch. Gemeinsam werfen wir einen ehrlichen Blick hinter die Kulissen eines Berufs, der für unsere Gesellschaft unverzichtbar ist. Luisa erzählt, wie der Arbeitsalltag in der Notaufnahme wirklich aussieht, warum und inwiefern der Personalmangel die Pflege so stark belastet und welche Begegnungen und Schicksale Luisa niemals vergessen wird. Wie wird die Zukunft in der Pflege aussehen? Wie läuft die Ausbildung zur Krankenpfleger*in ab? Und warum braucht es Security und Polizei in der Notaufnahme? Eine bewegende und relevante Folge über Verantwortung und Menschlichkeit.

Mehr zu Luisa und ihrem Beruf erfahrt ihr auf ihrem Instagram- und TikTok-Account.

Transkript anzeigen

00:00:05: Freude, Angst, Hoffnung und Trauer.

00:00:07: All diese Gefühle begegnen unsere heutigen Gäste oft nur an einem einzigen Tag.

00:00:11: Sie arbeitet bei anderen Schlafen und ist für Menschen in Ausnahmesituation häufig eine der ersten Ansprechpartnerinnen.

00:00:17: Das Gesundheitswesen gehört zu den wichtigsten Beschäftigungszweigen Deutschlands.

00:00:21: Trotzdem steht die Branche vor enormen Herausforderungen.

00:00:24: Laut dem DHK-Flegereport, im Jahr ist es in den kommenden Jahren ein Drastisch steigerer Mangel an Pflegekräften, weil die Arbeitsmarktreserve in der beruflichen Pflege bundesweit bis zum Jahrekrieg sind.

00:00:36: Was bedeutet das konkret?

00:00:37: Wie gehen Pflegekräfte selbst damit um und was können wir dagegen tun?

00:00:41: Genau darüber sprechen wir heute mit Luisa Zuch.

00:00:43: Seit Jahrzehnten ist sie Gesundheits- und Krankenpflegerin.

00:00:47: Gestartet ist sie in der sceptischen Chirurgie, Heute ist sie Praxisanleiterin und in der zentralen Notaufnahme in der Charité Berlin tätig.

00:00:54: Neben ihrem Beruf ist Luise auch selbstständige Content Creatorin.

00:00:57: Auf ihren Kanälen gibt es die authentische Einblicke in Ihren Arbeitsalltag als Krankenschwester.

00:01:01: Auch dadurch sprechen wir jetzt mit ihr bei From Nine to Life über die Realität eines Berufs, der für unsere Gesellschaft unverzichtbar ist.

00:01:08: Liebe Luisa!

00:01:09: Wir freuen uns total, dass dass du heute bei uns bist.

00:01:11: Herzlich willkommen!

00:01:12: Danke

00:01:13: schön!

00:01:14: Ja, auch von mir herzlich willkommen und wir starten immer mit den gleichen dreischnellen Fragen in jede Folge die wir jedem Gast in jeder Gäste stellen.

00:01:22: deswegen auch an dich die allererste Frage was ist der schönste Teil an deinem Job als Krankenpflegerin?

00:01:27: Dass ich mit Menschen zusammenarbeiten darf und ihnen ja ein Lächeln ins Gesicht machen kann in ihren schlimmsten Situationen im Leben.

00:01:37: Und was fordert euch am meisten heraus?

00:01:39: Momentan würde ich sagen, dass wir zu wenige Leute sind und dass wir unsere Arbeit nicht so richtig gerecht werden können.

00:01:48: Ich glaube das ist gerade jetzt der größte Punkt.

00:01:52: Darüber sprechen wir auf jeden Fall nachher auch immer ausführlich.

00:01:55: Und was ist etwas, das möglicherweise die wenigsten Menschen über deinen Job wissen?

00:01:59: Ich glaube es gibt sehr viele Mythen und es heißt ja immer wenn man eine Krankenschwester ist dann wäscht mal nur.

00:02:06: aber ich glaube die wenigstens wissen was man eigentlich für eine Verantwortung hat und was man für ein medizinisches Wissen braucht.

00:02:12: Cool, danke dir schon mal für die ersten Einblicke.

00:02:15: Dann würde ich jetzt gern tiefer in deinen Arbeitsalltag eintauchen und ich würd sagen dass eigentlich jeder so den Beruf von Krankenpflegerin kennt und trotzdem man eigentlich gar nicht so richtig weiß was ihr eigentlich für Aufgaben erfüllt.

00:02:28: deswegen vielleicht magst du immer ein bisschen erklären welche Aufgaben eigentlich zu Krankenpflegern gehören bei dir konkret in der Notaufnahme?

00:02:37: Ja, also ihr habt es ja auch schon gesagt.

00:02:39: Ich habe damals auf einer Stabtion gearbeitet.

00:02:41: Dementsprechend ist Notaufnahmen, Aufgaben sind komplett anders als die... die ich damals auf Station hatte.

00:02:47: Aber jetzt in der Notaufnahme ist es hauptsächlich, also meine Patienten an, die kommen mit dem RTW.

00:02:53: Wir haben super viele verschiedene Bereiche.

00:02:56: Das heißt, man muss sich überall so ein bisschen auskennen.

00:02:58: Die Einkommen zu uns und kriegen irgendwie noch mal den Gips.

00:03:01: Die anderen haben einen Autounfall.

00:03:04: Manch einer kommt über den Schockraum und dann gibt's eine komplette Notverversorgung.

00:03:07: aber in sich muss ich sagen wir haben so verschiedene Bereichen wo wir uns morgens praktisch immer einteilen.

00:03:12: Jeder macht so'n bisschen den Bereich, worauf er Lust hat.

00:03:15: Und die Hauptaufgaben bei uns, wir nehmen den Patienten an.

00:03:18: Wir nehmen Blutablingen im Zugang, geben Medikamente... Also gerade auch dieses Medikament für Abbrechen ist sehr oft im Dienst, grade in der Notoffnahme weil die meisten Leute ja einfach mit Schmerzen kommen.

00:03:29: Wir müssen super viel dokumentieren und wir arbeiten extrem viel mit unseren Ärzten zusammen und mit allen Berufsgruppen sei es MFA, sei es unsere Atmen.

00:03:38: also wir haben wirklich ein riesengroßes Team.

00:03:42: Dann hat man eine Wunschversorgung.

00:03:46: Der andere hat sich ein Finger durchgeschnitten, dann ist es noch mal was anderes.

00:03:51: In der Notaufnahme haben wir so viele verschiedene Aufgaben, dass man das gar nicht richtig auflisten kann.

00:03:57: Aber wie gesagt, das meiste sind Zugänge legen, gucken, dass es den gut geht, Schmerzmedikamente verabreichen und auch irgendwie für die Patienten ... probieren dazu sein.

00:04:08: Ist es auch das, was dich am meisten interessiert oder reizt an der Notaufnahme?

00:04:12: Dass es halt so viele vielfältige Aufgaben sind?

00:04:14: Ja!

00:04:15: Definitiv.

00:04:15: Ich hab damals in der Ausbildung, war ich auch schon mal in einer Notaufnahme und hab damals gesagt, nach meiner Ausbildung gehe ich direkt in die Notaufnahmen dabei ... Ja, ich war dann erst mal woanders was auch ganz Gutes weil ich glaub man muss erstmal so bisschen Berufserfahrung sammeln und auch so ein bisschen lernen selbstständig zu werden.

00:04:31: Weil in der ausbildung hat man natürlich immer eine Praxsanleitung an einem dran Und man macht so viele Aufgaben nicht und man denkt immer nach der Ausbildungen bin ich fertig und kann alles und deswegen ist das ganz gut.

00:04:41: aber Am Ende des Tages, ich bin nach fünf und ein halb Jahren in die Notaufnahme.

00:04:46: Für mich ist es das Beste überhaupt.

00:04:47: Man ist zwar fast immer im Stress ... Aber man sieht halt auch einfach alles!

00:04:54: Es ist wirklich verrückt.

00:04:57: Jeder Tag ist anders und man hat nie einen richtigen konkreten Ablauf.

00:05:01: Das ist schon echt cool.

00:05:03: Und ihr arbeitet ja im Schichtdienst.

00:05:05: Wie viele Schichten hast du pro Woche oder pro Monat?

00:05:08: Ich arbeite in Vollzeit, mittlerweile seit ein paar Monaten ist es auch so, dass ich nicht die ganze Zeit praktisch in den Patienten versorgen bin, sondern zum einen bin ich der Praxileiter und deswegen habe ich da immer noch mal ein paar Tage.

00:05:20: Dann hab ich mittlerweile auch Zeit für Content bekommen.

00:05:23: aber an sich arbeite ich hundert Prozent und Vollzeit im Krankenhaus bis fünf Dienste die Woche, also es kommt halt wie gesagt immer noch an.

00:05:36: So Praxsanleitungstage habe ich tagsüber oder mal ein Frühdienst aber manchmal kommt's auch schon vor dass man früh spät nacht hat und dann beginnts irgendwie wieder von vorne.

00:05:46: ja oder man hat mal irgendwie so fünf Nachtdienste am Stück oder vier Späldienste im Stück.

00:05:51: also es ist jeden Monat.

00:05:52: das ist komplett anders aber meistens sind so vier Diensten in der Woche.

00:05:56: Habt ihr denn eine Möglichkeit, da irgendwie mitzureden?

00:05:59: Oder wird euch das zugeteilt einfach.

00:06:01: Wir können uns auf jeden Fall ein paar freie Tage wünschen!

00:06:04: Das auf jeden Fall.

00:06:06: Und wir haben, also jeder von uns füllt immer mal wieder was aus wo man sagen kann hey ich wünsche mir viele Nachtdienste wenig Frühdiensten und da kann man auf jeden fall schon mit drehen.

00:06:17: und wir entwickeln uns tatsächlich auch dahin dass wir uns bald unseren Wunschplan selber schreiben können.

00:06:22: dann wird noch geguckt okay die Dienste passen jetzt nicht da müssen wir so ein bisschen schauen.

00:06:26: aber am Ende des Tages würde ich sagen, dass man schon relativ viel mittlerweile mitreden kann.

00:06:32: Auch ich als Praxisanleiterin schreibe jetzt die Dienstpläne für meine Auszubildenden.

00:06:37: Das heißt... Man kann auch da mal gucken, wann will ich den Tag haben?

00:06:41: Also wir können schon ein bisschen mitdrehen.

00:06:43: Aber wir sind halt auch ein riesengroßes Team.

00:06:46: also wir sind hundertzwanzig Mitarbeiter in der Notaufnahme und unsere Leitung macht da wirklich eine sehr gute Arbeit was die Dienstplanung angeht und hat da auch einige Leute von uns noch mit drin.

00:06:56: Es ist so dass wir uns auf jeden Fall dahin entwickeln.

00:06:59: Ist es besonders bei euch das ihr euch quasi dahin entwickelt, dass sie euren Wunsch schicht bleiben?

00:07:03: kommt oder nicht eine allgemeine Veränderung in der Pflege?

00:07:08: Ich weiß nicht ganz, aber ich weiß auch, dass meine beste Freundin bei der ist.

00:07:11: Es ist jetzt gerade schon so, dass sie sehr viel mit trinken kann und bei mir war es davor auch schon so auf Stationen, das wir sehr oft sagen konnten.

00:07:18: Also ich hab damals ... Ich hasse Frühdienste!

00:07:20: Und ich habe damals mal gesagt, ich will nur einen Frühdienst und dann habe ich auch nur ein oder höchstens zwei Frühdientste bekommen.

00:07:25: also ich glaube das macht mittlerweile gute Leitungen aus oder die Leute aus den Dienstfern schreiben, dass die da ein bisschen gucken, dass man irgendwie seine Tage gekriegt.

00:07:36: Ich stelle mir so ein Privatleben ziemlich schwierig vor, gerade wenn du diesen Wechsel zwischen Früh und Spätdienst hast.

00:07:41: Wie gestaltest du deinen Privatleber?

00:07:44: Also ist sowas wie Hobbys Freundinnen möglich...

00:07:48: Ja, ich bin immer so ein bisschen go with the flow.

00:07:50: Ich guck jede Woche neu in meinen Kalender und schaue dann wie ich was plane.

00:07:56: Aber ... ich hab eine Beziehung.

00:07:59: Und mein Freund und ich willkommen.

00:08:01: sehr gut damit klar.

00:08:02: Manchmal ist es auch ganz schön das ... Also, ich muss zum Beispiel zwei Wochenenden arbeiten.

00:08:07: Irgendwie ist's auch ganz Schön, dass er hat dann auch mal Zeit für sich und seine Freunde.

00:08:12: Und ich habe unter der Woche frei und bin hier komplett alleine zu Hause.

00:08:17: kann halt irgendwie auch meinen Tag so genießen.

00:08:19: Ich bin tatsächlich sehr Team-Schichtarbeit und für mich ist es echt gut, das Einzige was ein bisschen schweres ist wenn man natürlich mit seinen Freunden slash Kollegen etwas machen möchte da kannst du auch mal ein paar Monate dauern bis man da irgendwie einen Termin bekommt zusammen.

00:08:32: aber ansonsten kann ich tatsächlich relativ gut vereinbaren.

00:08:36: Und ich finde es auch super toll, manchmal einfach mal so unter der Woche frei zu haben wenn alle zur Arbeit gehen die so eine halte fife Job haben kann entspannt einkaufen gehen man kann entspannen seine Sachen erledigen.

00:08:46: also manchmal ist schon ganz cool aber meine Familie würde ich sagen kommt ein bisschen zu kurz weil die können natürlich immer nur am Wochenende und meine wochenenden sind dann schon sehr mit meinem Freund hat einfach die Zeit geblockt, sag ich jetzt mal.

00:08:58: Ja klar und wie gehst du mit den verschiedenen Schlafzeiten um?

00:09:01: Kann man sich daran irgendwie gewöhnen?

00:09:03: Nee

00:09:03: kann man nicht!

00:09:05: Also gerade wenn man so ein paar Nachtdienste hatte dann und dann zum Beispiel in den Frühdienst geht das ist eine absolute Vollkatastrophe.

00:09:16: aber man gewöhnt sich an so ein Paar Sachen.

00:09:18: also ich habe zum Beispiel kein Problem mit einem Jetlag Weil wenn ich beim Ausland bin, die stecke ich weg.

00:09:22: Ist ja wie so ein Nachtdiensttag gewesen?

00:09:25: Aber ich gucke schon, dass ich ... Wenn ich jetzt irgendwie Nachtdienste hatte, manchmal danach komplett wachtbleibe um abends wieder in den Rhythmus reinzukommen und schlafen zu können.

00:09:35: Manchmal helfe ich mir auch mit Melatonin gerade, wenn ich wirklich super viele Dienste hätte.

00:09:40: Aber man gewöhnt sich nicht daran!

00:09:43: Und man wird immer ... Also, ich bin Mensch.

00:09:45: Ich kann eigentlich vor acht Uhr nicht wirklich fit sein und wenn man dann Frühdienste hat, wenn man um fünf Uhr aufstimmen muss ist für mich eine ganz schlimme Zeit.

00:09:54: da werde ich mich auch nie dran gewöhnen.

00:09:55: Ich finde Frühdienst ja auch deswegen immer absolut schwierig und auch im Nachtdienst merkt man auch selber manchmal wie der Körper mit einem so struggled um wach zu bleiben, und dann ist man irgendwann zu Hause um acht Uhr morgens.

00:10:06: So denkt sich so ja jetzt bin ich wach?

00:10:08: Weil mein Körper denkt sich hey wir können in den Tag starten aber man findet irgendwie seine Routinen und man findet auch das was man ganz gut kann.

00:10:15: Und für mich ist es so ich mache immer hier alles dunkel zuhause.

00:10:18: Ich probiere mal meinen Kopf zu sagen okay es ist jetzt nachts und am end des tags gewöhnt man sich ein bisschen dran Aber... Man ist schon oft im Schlafmangel drin.

00:10:27: Du hattest ja Eingangs schon gesagt, das besonders herausfordernd ist, dass ihr zu wenige Personen seid für die Aufgaben, die erledigt werden müssen.

00:10:35: Das ist ja auch ein Problem, was gesellschaftlich total bekannt ist.

00:10:39: Konkret,

00:10:39: z.B.,

00:10:40: der Deutsche Pflegerat.

00:10:41: Dass sie davon ausgehen, dass bis zum Jahr hier rund fünfhunderttausend Pflegekräfte in der kranken und alten Pflege fehlen werden.

00:10:49: Und schon jetzt sind hundertfünfzehntausend Stellen ungefähr unbesetzt.

00:10:53: Magst du noch mal konkret erzählen?

00:10:54: Wie erlebst du diese Situation als Krankheit?

00:10:57: Fliegerin.

00:10:59: Eine ganz lustige Sache, womit ich gleich starten kann ist zum Beispiel bei uns in der Notaufnahme haben wir eine Warteliste und haben gerade keine Stellen für neu mitarbeitende frei.

00:11:09: was verrückt es weil wir sind definitiv zu wenig Leute klingt immer ganz viel so.

00:11:13: unser team weiß das an sich riesig.

00:11:15: aber man muss halt auch einfach sagen dass man halt immer ein bisschen vergisst gerade bei uns viele Leute krank sind, es kann immer mal was passieren.

00:11:23: Gerade in der Notaufnahme da wirst du auch angegriffen dann fällt einer wieder aus, die Belastbarkeit dann fällt wieder jemand aus und an sich sind wir genug.

00:11:33: aber die Leute müssen natürlich dann auch da sein damit man halt irgendwie genug Leute ist.

00:11:38: und das finde ich eigentlich ganz interessant und sehr schade dass uns... An sich haben viele Leute auch gerade in der Notaufnahme Lust dort zu arbeiten und bewerben sich, werden dann aber nicht angenommen weil wir keine Stellen frei haben.

00:11:51: Und das finde ich irgendwie noch einfach... superinteressant zu sagen, hey wir sind trotzdem unterbesetzt.

00:11:56: Aber wir dürfen gar keine neuen Leute annehmen, obwohl sich neue Leute irgendwie bewerben und das erleben wir jetzt gerade so ein bisschen bei uns?

00:12:03: Ich glaube grade im Altenheim oder auch auf anderen Stationen merke ich ganz oft dass die Leute sagen Wir haben so viele Stellen frei!

00:12:09: Wir haben hier nur noch Leasingkräfte und Pool-Kräfte bei uns Die arbeiten also auch grad.

00:12:13: eine Freundin für mir, die arbeitet auf einer Kinderintensivstation Sie meinte manchmal ist sie die einzige Dienst, die da eigentlich vom Team ist.

00:12:19: Deswegen bekomme ich... Also das bekomme immer so ein bißchen mit nicht mit, aber ich merke halt auf jeden Fall dass wir zu wenig sind und das wir halt einfach trotzdem keine Stellen so an sich frei haben was halt echt schade ist gerade wenn Leute da daran interessiert sind auch in dem Bereich zu arbeiten.

00:12:35: Wieso

00:12:35: nehmt ihr keine neuen Personen auf?

00:12:37: Sind das finanzielle Gründe?

00:12:38: Ja definitiv also so richtig dahinter Das weiß ich nicht, aber ich bin mir sehr sicher, dass es finanzielle Gründe hat.

00:12:48: Ansonsten hätte man die Möglichkeiten einfach und wir haben jetzt schon aufgestockt.

00:12:53: Ich hatte vor anderthalb Jahren angefangen und da haben mit mir irgendwie zwanzig neue Leute oder so angefangen.

00:12:58: also es waren super viele und jetzt gab's halt wieder diesen Stopp.

00:13:02: ja und das wird definitiv finanzieller Gründe haben.

00:13:05: Mhm,

00:13:06: mhm.

00:13:07: Und was heißt das dann konkret in eurem Arbeitsalltag?

00:13:10: Also ihr seid dann natürlich zu wenige Menschen für zu viele Patienten.

00:13:13: Das heißt, könnt ihr dann gewisse Behandlungen nicht durchführen?

00:13:16: Habt ihr einfach weniger Zeit und könnt die dadurch nicht so betreuen wie ihr wollt?

00:13:20: oder wie wirkt sich das denn genau aus im Alltag?

00:13:23: Wir sind normalerweise unsere Besetzung in der Einnotaufnahme ist sieben Leute im Frühdienst ... Neun Leute im Spätdienst und acht Leuten am Nachtdienst.

00:13:32: Die letzten Tage habe ich zu dritt oder zu viert gestartet.

00:13:36: Wir fahren aber das volle Programm mit den Patienten, also egal wie viele Leute kommen erst wenn die Notaufnahme so proppevoll ist.

00:13:44: Also vor zwei Tagen hatte ich ein Dienst.

00:13:45: wir hatten insgesamt auf beiden Seiten also wir haben eine internistische notaufnahme nicht ruhig schon wir sind aber einen team hatten irgendwie hundert zehn Patienten oder so.

00:13:54: Und die haben wir innerhalb von ein paar Stunden bekommen, und wir fahren das volle Programm.

00:13:59: Also bis wir uns mal abmelden und sagen okay, wir melden uns jetzt wirklich einfach ... Wir halt keine Kapazitäten mehr haben weil die Patienten halt überall sind.

00:14:07: Man muss ja auch irgendwann den Überblick behalten.

00:14:09: Dann sagen wir, wir mailen uns jetzt mal ab und dann nehmen wir keine Feuerwehr an außer die Schockräume, die laufen bei uns die ganze Zeit weiter.

00:14:17: Aber man

00:14:18: merkt halt einfach dass man die Patienten nicht gescheit.

00:14:21: Oder ich probiere schon immer so ein Patient wirklich komplett fertig zu machen und gerade dieses Blutinnahme, vielleicht müssen die zum Rentgen oder da hin.

00:14:30: Das kriegen wir dann auch eigentlich ganz gut hin.

00:14:33: aber man merkt doch also vor ein paar Tagen habe ich meine Ärztin am Telefon gesagt, wenn sie jetzt auf Toilette muss, dann musst du sie jetzt begleiten.

00:14:39: Und dann probiert man halt im Team dann müssen die Ärzte mit anfassen.

00:14:44: Die haben ja auch genug zu tun, das will ich nicht unterschreiben.

00:14:47: Mancher muss man als Team sagen, du machst das und das.

00:14:50: Die würde des Menschen das andere tassbar, aber im Krankenhaus manchmal auch schwierig.

00:14:55: Also wenn jemand hat vielleicht der ... vielleicht oft auf die Toilette muss und sich aber nicht mehr bewegen kann.

00:15:03: Dann kommt man manchmal schon mit solchen Aufgaben, wo man kopfmäßig sagt, ich muss dem anderen Blut abnehmen, da läuft parallel ein Schockraum.

00:15:11: Ich habe keine Zeit, sie auf dieToilette zu bringen oder einen Schiebel zu holen.

00:15:16: Und dann kommt man an seine Grenzen und denkt, jetzt hatte ich die gerade ... wie sie halt ist.

00:15:23: und das sind so die Sachen, womit man dann am Ende des Tages irgendwie zu kämpfen hat.

00:15:26: Weil gerade in der Notaufnahme oder auch auf allen anderen Stationen ist es immer... Man muss Prioritäten setzen!

00:15:31: Und eine Priorität ist zu gucken wo jetzt gerade die Lebensgefahr und wenn jemand in seinen Ausscheidungen liegt?

00:15:38: Es ist keine Lebensgefahre und das klingt halt voll

00:15:42: blöd.

00:15:43: aber das ist dann halt so und das ist aber nicht schön.

00:15:46: Also, das will man nicht.

00:15:47: Wenn ich mir überlege, wenn das meine Mama ist oder angüriger als eine Freundin ist, dann will ich das auch nicht.

00:15:54: Aber natürlich kann ich es verstehen, wenn man jetzt sagt okay da hinten wird jemand reanimiert, muss ich eher hin zu der Patientin die vielleicht gerade auf die Toilette muss und das glaube ich versteht jeder aber damit umzugehen und zu sagen weil es ist halt echt einfach nicht schön und daran merkt man's oft manchmal

00:16:12: Total.

00:16:13: Ich hatte tatsächlich in den letzten Wochen so ein, zwei Fälle im Umfeld, wo Personen im Krankenhaus waren und da ist man genau das was du sagst als Angehörige immer total schnell im Verurteil.

00:16:21: Wieso is denn jetzt hier niemand?

00:16:22: Wieso kümmern sich hier niemanden?

00:16:23: Wiso geht das langsam oder wie auch immer?

00:16:26: Deswegen total interessant es noch mal aus deiner Sicht zu werden.

00:16:28: Auch wenn einem das natürlich aus der gesellschaftlichen Debatte total bewusst ist dass wir einen Mangel haben aber wie konkret sich der dann wirklich wirklich auswirkt.

00:16:36: Bis jetzt schon seit Jahrzehnteinzehn als krankenpflegerin tätig wird zu sagen oder ist das ein sehr konstantes Problem?

00:16:46: Ich glaube, es ist ein sehr constantes Problem.

00:16:49: Aber ich glaube auch, dass wir viele Sachen gerade probieren umzusetzen damit das besser wird.

00:16:56: Gerade ... Also ich kann jetzt vor allem aus der Notaufnahme sprechen.

00:16:59: Wir haben superviele Sachen die wir gerade irgendwie probieren Damit wir die Pflege wieder gut machen sag' ich mal.

00:17:07: Aber ich glaube das Problem, dass man zu wenig Leute hat und dass man einfach nicht schafft.

00:17:12: Das wird immer so bleiben.

00:17:14: wie kriegen mehr Leute mehr Stellen?

00:17:19: Man muss halt einfach mal gucken, wie die Qualität ist.

00:17:23: Ich beschäftige mich sehr doll mit den USA.

00:17:25: Und ich weiß, dass in den USA ... Ich hab letztens in den US-Atemtag gearbeitet und da habe ich mir mal das Gesundheitssystem angeschaut.

00:17:33: Da läuft auch nicht alles rund.

00:17:35: Aber als ich gesehen hab wie weit die sind mit ihren ganzen Sachen war ich so ... Wow, es war komplett so ein Mindblown.

00:17:42: Inwiefern?

00:17:43: Also die haben zum Beispiel ... Erst mal sind die digital extrem gut aufgestellt, während ich noch hundert Jahre dokumentieren muss an meinem Computer.

00:17:50: Das

00:17:50: heißt bei denen macht Kaidah'n ganz viel

00:17:52: oder... Die haben halt einfach, jeder hat einen iPad.

00:17:54: Darüber werden die Fotos gemacht, dokumentieren die alles Mögliche und du bist halt beim Patienten!

00:17:59: Ich hab meinen Computer, also wir haben verschiedene Bereiche.

00:18:03: Manchmal habe ich auch mein Computer am Patienten aber oft halt auch nicht.

00:18:06: Und dann wär's schon cool, so eine iPad rauszuhören zu sagen Fotografiert die Wunde, perfekt.

00:18:11: Dann kann ich sie direkt verbinden und der Arzt kann gleich kommen wenn er Zeit hat und sich das Hoto angucken muss nicht nochmal den Verband ab da machen wir wieder den verband dran dann müssen wir wieder zum anderen haben die da auch so was wie eine Pausenablösung also dass da kommt ne Nurse Die ist dafür da die Leute zur Pause abzulösen und das finde Ich Mega!

00:18:29: Also das finde ich so cool.

00:18:32: Und das hast du halt bei uns nicht, also die letzten muss ich ehrlich sagen.

00:18:35: wir sagen immer okay wir probieren Pause zu machen und wir sind auch als Team so dass wir sagen komm gehen die Pause?

00:18:41: ich übernehme deinen Bereich aber es klappt einfach nicht immer.

00:18:43: und gerade in der Notaufnahme nicht auf Station habe ich's damals noch gut hinbekommen?

00:18:46: Die letzten drei Dienste hab' ich keine Pause gemacht Also, fünf Minuten kurzen Kaffee geholt.

00:18:52: Aber ansonsten rockst du da halt von, weiß ich, sechs Uhr, dreißig bis fünfzehn Uhr komplett durch und bei vierzig Grad ist das auch nicht so ... aber man schafft das einfach nicht oder man sitzt halt irgendwie schnell vom PC und weiß nicht, haut sich mal einen Schokoriegehinter.

00:19:05: Das ist leider kommt immer öfter jetzt gerade vor.

00:19:08: Und da merke ich halt so, wenn man überlegt eine Pauseablösung, dass wär's!

00:19:12: Einer im Dienst der einfach nur dafür darf, dass man in seine Pause geht.

00:19:15: Das würde schon so viel ausmachen glaube ich.

00:19:17: Ich glaub, das wird sich nie ändern hier.

00:19:20: also wenn man nicht langsam mal was macht dann wird es sich nicht ändern und ich glaube, das ist ja einfach das komplette Gesundheitssystem.

00:19:26: Das fängt schon beim Hausarzt an.

00:19:29: Oder für die Leute, die ja nicht wissen, dass es einen Hausarzt gibt.

00:19:31: Deswegen geht's in die Notaufnahme oder die Hausärzte, die auch nur wenig zeitern.

00:19:35: für die Patienten, die sagen dann vielleicht ist das EKG doch ein bisschen auffällig, schicken wir direkt in die notaufnahme und dann hast du eine notaufnahme plötzlich hundertzwanzig Patienten und weißt gar nicht wohin mit denen viele Leute, die ja auch einfach kommen wegen ... manchmal denk ich mir so als unnötigen Sachen.

00:19:51: Und das ist echt oft, ich würd sagen, fünfzig Prozent der Fälle, die in einer Notaufnahme sind, die gehören überhaupt nicht in die notaufnahme.

00:19:57: Aber bis man einen Termin bekommt bei einem Autopäden, das ist halt auch zwei Monate, was heißt?

00:20:03: Was macht man, wenn man geht in die Notaufnahmen?

00:20:05: Ich glaub es ist das ganze System, was da mit Reihen spielt.

00:20:08: und wenn sich alles ändern würde, nicht nur in den Krankenhäusern, aber auch bei den niedergelassenen Ärzten oder Spezialisten könnte man das vielleicht ein bisschen besser aufbauen lassen, aber dass es dazu kommt.

00:20:20: Aber ich glaube nicht, ob ich das noch miterdebe.

00:20:22: Weil

00:20:23: wir da ja auch an allen Ecken und Enden Personalmangel haben, so wenig Hausarztpraxen usw.

00:20:29: Ja!

00:20:29: Und halt auch im Gesundheitssystem viel zu wenig Geld ist.

00:20:31: also wir kriegen glaube ich pro Patient dreißig Euro.

00:20:34: aber allein schon die Blutaufendnahme kostet dreizig Euro.

00:20:37: Die muss man ja machen weil man muss herausfinden wo es jetzt sehr infekt oder was das sind das?

00:20:41: Bei den Hausärzten ist es ja nicht anders.

00:20:43: sie kriegen zwanzig Euro pro Patient der natürlich kannst du da keine Blutinnahme machen EKG schreiben das machen das machen dass machen da gehen die allgemeinen Mediziner ja auch unter ist es einfach so.

00:20:55: Aber du hattest gerade angedeutet, dass ihr schon konkrete Punkte auch bei euch ändert oder versucht die Pflege zu ändern?

00:21:00: Was macht dir da genau?

00:21:01: Wir haben bei uns also beim angefangen mit neuen Schichtsystemen.

00:21:05: Also es gibt bei uns ganz ja so ein... Es gibt so einen Nachtdienst der geht von zwanzig Uhr bis vier Uhr.

00:21:11: dann gibt es zusätzlich noch.

00:21:12: wir haben super viele verschiedene Zwischendienste bei uns.

00:21:15: einfach damit man probiert morgens ist meistens von sechs bis acht Uhr ist noch nicht so viel los.

00:21:20: das heißt man holt fängt da vielleicht zu dritt an.

00:21:23: Dann holt man den nächsten Rhein ab um acht Uhr, dass es einfach verschiedene Schichten gibt, um irgendwie diesen Mangel aus dem Weg zu gehen.

00:21:31: Wir haben tatsächlich drei Leitungen bei uns in der Notaufnahme, weil wir halt so viele Leute sind und die probieren sich auch gerade darum zu kümmern, das die Leute, die super erfahren sind, die haben jetzt grad einen neuen Job bekommen, da konnten sich einige Leute darauf bewerben ist genug Zeit, dass vielleicht Leute von außerhalb für den Dienst zu besorgen.

00:21:54: Die sind dafür da, dich zu unterstützen wenn es wirklich hart auf hart kommt und die sind einfach so da.

00:21:59: Und das ist halt manchmal ganz gut.

00:22:01: Da probieren wir gerade ein bisschen uns zu bessern.

00:22:05: Wir ziehen bald in eine neue Notaufnahme bei uns am Campus.

00:22:09: Es wird nämlich gerade das Neue Herzzentrum gebaut und unten ist eine riesengroße Notaufnahmen.

00:22:13: Denn das ist alles auch zentral.

00:22:15: Wir haben keine internistische mehr, kann nicht hierurgische mehr sondern wir sind alle dann zusammen.

00:22:19: können wir vorstellen, dass das auch noch mal einiges ausmacht und dann auch wesentlich besser wird.

00:22:24: Und dafür probieren wir jetzt einfach gerade bestimmte Modelle umzusetzen.

00:22:27: Wir haben einmal im Monat gibt es so einen AG-Tag, wo wir uns alle zusammensetzen.

00:22:32: Wo gesagt wird okay was sind jetzt grade die schlimmsten Punkte?

00:22:36: Die arbeiten wir jetzt auf!

00:22:38: Ja, wir schauen schon, dass wir irgendwie das alles in Griff bekommen aber am Ende des Tages sind wir immer noch diejenigen, die da stehen und das jeden Tag mitmachen

00:22:46: müssen.

00:22:46: Absolut!

00:22:47: Du arbeitest ja sehr eng mit Menschen zusammen.

00:22:50: Inwiefern nehmen dich deren Schicksale persönlich mit?

00:22:54: Also wie gehst du damit um?

00:22:55: Wie kannst du zu Hause abschalten?

00:22:59: Also ich muss sagen mittlerweile kann ich es sehr gut damit umgeben nicht mit allem aber mit den meisten Sachen.

00:23:06: Und wenn wir eine Sache hatten ... Ich sag jetzt mal einfach ein Kind, was verstorben ist.

00:23:13: Oder ja ich glaub das sind so die Sachen, die einem was mitnehmen.

00:23:16: Ähm dann probieren wir immer erstmal im Team miteinander darüber zu reden also immer wenn wir irgendwas hatten wo wir zum Beispiel auch eine Traumarea hatten.

00:23:25: Also wenn wir wirklich nicht mehr weiter wissen wird oft... einfach der Torex aufgemacht, dann wird bei uns geguckt im Not-OP in der Notaufnahme tatsächlich noch okay.

00:23:33: Woran könnte es liegen?

00:23:34: Das sind immer Sachen die sind sehr traumatisch und man braucht danach erstmal Zeit.

00:23:39: das heißt wir gehen alle erst mal in die frische Luft Wir reden darüber und danach gibt's nochmal so eine Runde jeder der dabei war Man wird sich zusammen hingesetzt und es wird jeder Punkt nochmal besprochen.

00:23:49: Warum haben wir jetzt das gemacht?

00:23:51: Warum haben wir jetzt an dem Punkt aufgehört?

00:23:55: Und ich finde, das ist auch gerade bei uns ein gutes Ding.

00:23:58: Bei uns ist es so die Ärzte sagen mal, sollen wir noch weitermachen?

00:24:02: Ich würde jetzt aufhören, seid ihr alle damit in Ordnung?

00:24:05: Also man guckt schon selbst wenn eine Pflegekraft sagt nein, wir machen jetzt noch einen Zyklus dann wird da keiner irgendwie was sagen und das finde ich ziemlich gut.

00:24:12: Das heißt, wir probieren immer... Auf Arbeit ist alles schon zu klären, damit jeder mit einigermaßen guten Gefühlen nach Hause gehen kann.

00:24:21: Ansonsten gibt es auch andere Schicksalsschläge, die man mitmimmt.

00:24:24: Ich rede immer mit meinen Kollegen darüber.

00:24:26: Mein Partner muss sich auch einiges anhören.

00:24:29: Aber meine beste Freundin ist auch Krankenschwester.

00:24:31: Die hat sich dann bei mir ... Jetzt muss ich sowieso jeden Tag so anhören?

00:24:36: Das tut manchmal ganz gut und manchmal tut's auch einfach gut!

00:24:40: ohne Musik nach Hause zu fahren und einfach so sagen, okay ich komme jetzt runter.

00:24:43: Ich bin jetzt zuhause und man hat die Leute immer noch im Kopf.

00:24:47: manchmal kommt das so einfach einem Kopf.

00:24:49: aber ich glaube es ist ganz normal und ich würde trotzdem sagen dass sich damit ganz gut umgehen kann.

00:24:54: Aber man wird immer ein paar Fälle behalten und man wird über ein paar Sachen mit nach Hause nehmen.

00:24:59: auch sexualisierte häusliche Gewalt ist bei mir so einen Punkt nämlich auch gerne mal mit nach hause weil das einfach schlimme sachen sind.

00:25:08: Leider Gottes, auch wenn es um sexualisierte Gewalt geht, täglich erlebt.

00:25:14: Mancher muss man durchatmen und sich auf andere Gedanken bringen.

00:25:16: Aber am Ende des Tages reden mit den Leuten, die dabei waren, tut immer sehr gut.

00:25:21: Total ja!

00:25:23: Und gibt es denn Begegnungen mit Patienten, die du nie vergessen willst?

00:25:27: Vielleicht doch im positiven Sinn, wo du extreme Dankbarkeit und Wertschätzung empfangen hast?

00:25:32: Ich glaube ich hatte schon ziemlich oft solche Situationen.

00:25:35: Also zum einen ... gibt's natürlich die schlimmen Fälle, die man immer behalt.

00:25:39: Aber auch die wirklich guten ... Ich hatte einen Dienst und es war der schlimmste Dienst in meinem Leben aber auch ein sehr schöner Dienst.

00:25:47: Ich bin zur Arbeit gekommen und hab noch meinen Kollegen angerufen weil ich kam nicht mehr aufs Gelände raufgefahren und meinte zu meinem Kollegen, ich komm zu spät, aber ihr kriegt gleich eine ganz schweren Autounfallform.

00:25:58: hier waren es praktisch zwei Autos.

00:26:01: da war schon der Notarzt und alles da, das hatte ich gar nicht mitbekommen Reingekommen, wir waren unterbesetzt.

00:26:07: Ich hab nur gesehen, dass sie mit einer Traumareanimation begonnen haben.

00:26:10: Die haben komplett den Patienten aufgemacht, weil sie nicht wussten, woher kommt die Blutung?

00:26:14: Das ist mal der letzte Schritt, den man machen kann und den wir bei uns im Krankenhaus machen.

00:26:19: Dann habe ich den Intensivbereich von uns übernommen.

00:26:22: Das sind acht Plätze ... Und da war eine Frau.

00:26:27: Es war die Frau vom Mann, der dort reanimiert wurde.

00:26:33: Ich hatte ... einen so stressigen Dienst, weil ich musste natürlich ... mein Kopf war bei ihr.

00:26:38: Sie hat gerade im Mann verloren.

00:26:39: Die wollten nur zu einer Sprechstunde gehen, weil sie irgendwie ... Ja, ne Tumor hatte und da hatten die eine Sprechstunde, wollten zurückfahren.

00:26:47: Währenddessen ist ihm im Auto schwarz geworden.

00:26:50: Dann sind die volle Kanne irgendwo reingefahren.

00:26:52: Sie hat ihr Mann verloren?

00:26:53: Sie hatte aber von ihrem Mann einen Kuscheltier!

00:26:56: Und sie hat mich die ganze Zeit beobachtet, wie ich hin- und hergerannt bin.

00:26:58: Ich war fix und alle ... Ich wusste gar nicht mehr, bevor man hinten ist, wollte ihr zwischendurch meine Aufmerksamkeit schenken.

00:27:06: Die hatte eine Panikattacke gegenüber von ihr, dann war ich bei der beschäftigt oder bei ihr vorbeigelaufen.

00:27:14: Da meinte sie, hat sie meinen Arm gegriffen und meinte, kann ich Ihnen mein Kuscheltier geben?

00:27:18: Ich sehe wie hart Sie die ganze Zeit arbeiten und was Sie machen so!

00:27:21: Sie können meinen Chemo-Kuscheltiere

00:27:23: haben.".

00:27:24: Und dann war ich auch so.

00:27:25: okay, ich muss jetzt raus.

00:27:27: Ich muss jetzt mal kurz weinen.

00:27:28: Das war auch das erste Mal dass ich in der Notaufnahme geweint habe aber ich weiß nicht, die hat gerade ihren Mann verloren.

00:27:37: dankbar und die hatte auch ein paar Frakturen.

00:27:39: Und die wurden auch versorgt, aber so dieses zu sagen hey das ist mein Kuscheltier.

00:27:43: ich glaube du brauchst es jetzt gerade mehr was total verrücktes war.

00:27:46: nein natürlich nicht weil du hast grad deinen Mang verloren.

00:27:49: Aber zwar irgendwie... Das war irgendwie schön!

00:27:51: Und sie hat sich ja auch im Ende des Tages echt bei uns bedankt für das was wir gemacht haben auch mit ihrem Mann wie wir reagiert haben und wie das war und dann konnte sie sich auch noch von ihrem Mann am Ende des Teils verabschieden.

00:28:04: Es war für mich ein Horrordienst, aber auch ein schöner Dienst.

00:28:07: Weil die so lieb war und so ... Ja!

00:28:11: Das ist, glaub ich, einer meiner Lieblings-Stories aus der Notaufnahme.

00:28:15: Weil es für mich eigentlich der Horrordienst war.

00:28:17: Aber irgendwie am Ende des Tages doch schön.

00:28:20: Oh, wahnsinnig richtig berührt von der Geschichte.

00:28:23: Ich muss sagen, allgemein wird mir gerade in diesem Interview noch mal richtig bewusst.

00:28:28: wie relevant euer Job ist.

00:28:30: Das war mir sowieso schon bewusst, aber was dahintersteckt?

00:28:33: Weil ich finde über den Pflegebereich und Gesundheitsbereich wird so viel in der Öffentlichkeit gesprochen.

00:28:38: Wir haben so viele Talkrunden, in denen es darum geht.

00:28:40: In jedem Wahlkampf geht es darum.

00:28:42: Gleichzeitig hört man gefühlt selten wirklich die Stimmen dahinter, sondern immer sprechen irgendwelche Experten oder Vorstände oder wie auch immer.

00:28:49: Deswegen find ich's richtig schön, dass du da mal einen ehrlichen und ungefilterten Einblick gibst.

00:28:55: Genau das ist ja das, worum es hier auch irgendwie ... Und trotz all der Herausforderungen, die du ja hier jetzt auch schon beschrieben hast.

00:29:02: Hast du mal auf Instagram den Satz gesagt oder geschrieben ... Oder du hast dein Beruf so beschrieben?

00:29:07: Es ist ein Beruf, der mich jeden Tag herausfordert aber vor allem erfüllt und du hattest sehr Eingangs bei unserer ersten Frage schon gesagt wieso du den Job so gerne magst.

00:29:15: Aber vielleicht noch einmal für alle, die zuhören und vielleicht gerade auch überlegen ob sie in den Bereich gehen wollen Wieso erfüllt dich der Job so sehr und warum würdest du ihn weiter empfehlen?

00:29:25: Ich glaube Das ist so die pure Realität, die man jeden Tag sieht.

00:29:29: Und ich glaube das... Also jeder von uns hat Probleme und ich glaube dass Probleme weniger werden wenn man die Probleme im Krankenhaus manchmal sieht.

00:29:37: aber

00:29:38: am Ende des Tages ist es der schönste Job auf dieser Welt.

00:29:42: Ich würde nichts anderes machen wollen.

00:29:44: Man meckert auch viel, das stimmt Aber wir meckern nicht nur.

00:29:50: Es gibt schlechte Tage und es gibt auch verdammt gute Tage.

00:29:55: Allein schon wenn ich an meinem Team denke, du hast da Leute die verstehen dich auf eine Art und Weise, die unterstützen dich in jeder Situation.

00:30:04: Und am Ende des Tages hast du ne zweite Familie auf Arbeit und du hast Menschen, die einfach dankbar sind und du rettest Leben.

00:30:14: Das ist crazy!

00:30:16: Also man hat wirklich so viele Sachen, die wirklich schlecht laufen.

00:30:21: aber im Ende des Tags ... Stehst du da und sagst, die Renimation war erfolgreich.

00:30:26: Und die waren nur so erfolgreich, weil wir alle so schnell gehandelt haben.

00:30:29: Jetzt hat diese Frau noch ein Leben oder dieser Mann oder dieses Kind oder was auch immer.

00:30:33: Ich glaube das ist das beste Gefühl, was man haben

00:30:37: kann.".

00:30:38: Das glaube ich.

00:30:40: Wir hatten auch schon eine Folge mit einem Arzt in Krisengebieten, der in Kriegs- und Krisengebieten unterwegs ist.

00:30:45: Da ging es mir genauso wie in der Folge jetzt, dass ich mir denke, ich will überhaupt keine Berufe gegeneinander aufwiegen.

00:30:50: Jeder Beruf ist relevant.

00:30:52: aber diese Vorstellung, dass du da Menschen leben in deinem Beruf rettest und das du so einen Einfluss hast ... Ich find's immer wieder bewundernswert und beeindruckend.

00:31:00: Also Hut ab dafür!

00:31:01: Was würdest du denn sagen?

00:31:02: Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen, wenn man Krankenpfleger oder Krankenpflegerin werden möchte?

00:31:07: Man sollte empathisch sein, nett sein, lieb sein.

00:31:12: Und man sollte ja klar an der Medizin interessiert sein?

00:31:16: Ich glaube das ist natürlich auch ein wichtiger Punkt.

00:31:19: Ja ich glaub es sind so die Hauptpunkte ... Man sollte auch belastbar sein.

00:31:24: Das muss man mittlerweile leider ein bisschen so dazusagen aber am Ende des Tages wenn man mit Menschen arbeiten möchte, wenn man an der medizin interessieren ist, dann vielleicht nicht auch Arzt werden möchte, weil es heißt ja immer Arzt.

00:31:37: Man kennt ja nichts anderes außer die Götterin Weiß?

00:31:41: Also wir haben schon einen coolen Job so und dementsprechend ich glaube jeder sollte ein Praktikum machen und dann das für sich herausfinden ob er das machen möchte oder ob er nicht machen möchte.

00:31:49: aber ja empathisch sein.

00:31:51: Medizin Wir haben sehr viel Medizin auch in der Notaufnahme ist sehr, sehr viel Medizin.

00:31:56: Man kann jeden Tag was dazulernen.

00:31:58: Das ist so cool.

00:31:58: Ich glaube irgendwann in manchen Jobs kann man nicht mehr so viel dazulehnen.

00:32:02: aber in der Pflege kann man jeden Tag lernt man etwas und das fand ich sowieso cool.

00:32:05: wenn jeder mal irgendwie einen Tag einen anderen Beruf... Ich würde einen Tag als Flugbegleiterin mitgehen wollen und ich finde auch dass andere Leute mal so ein Tag in die Pflege gehen sollten

00:32:16: Total.

00:32:16: Das ist genau einer der Punkte, die wir in unserem Podcast lieben, dass wir immer für eine Stunde lang unseren Gästen alle Fragen über ihren Beruf stellen können und mal einen Einblick hinter alle Türen bekommen.

00:32:27: Es ist irgendwie richtig cool!

00:32:28: Ich würde mich anschließen und auch einen Tag überall bitte kommen.

00:32:34: Sehr schön.

00:32:35: Magst du noch mal ein bisschen genauer den Einblick gehen?

00:32:38: Wie läuft die Ausbildung genau ab?

00:32:39: Wie lange geht die ... Und was sind so ein bisschen die Bereiche, die man da durchläuft?

00:32:45: Es gibt ja mittlerweile nur die Ausbildung, sondern es gibt auch noch das Studium.

00:32:49: Zu der Zeit, wo ich meine Ausbildungen gemacht habe, war die Ausbedingung nicht generalisiert?

00:32:53: Jetzt ist sie generalisiert und die geht drei Jahre.

00:32:57: Und bei mir war's damals so, man hüpft praktisch immer von Praxisterie.

00:33:02: Praxistheorie ist eigentlich immer ein ganz guter Ausgleich.

00:33:06: So ist es jetzt auch immer.

00:33:07: noch hast du halt noch mal ein bisschen mehr im Kindertemen, zum Beispiel mit drin.

00:33:14: Damals gab es ja wirklich nur ... Also bei mir gab's eine Kinder-Krankenpflege und Krankenpflege.

00:33:19: Und jetzt ist alles einfach zusammengepackt.

00:33:22: Es gibt keine Kinder, es gibt keine alten Pflege.

00:33:25: Es ist jetzt einfach alles generalisiert worden.

00:33:28: Ja, dann hast du drei Jahre lang.

00:33:30: Die Ausbildung ist verdammt schwer!

00:33:32: Also gerade vor allem sich auf Station immer zurechtzufinden.

00:33:35: Gerade wenn man angekommen ist muss man auch schon wieder gehen.

00:33:37: Es wird sehr viel von ihm abgefordert aber es lohnt sich auch definitiv.

00:33:42: und da gibt's ja noch das Studium.

00:33:44: Das geht auch also drei Jahre.

00:33:45: und dann halt den Bachelor.

00:33:47: Ich würde sagen... Von dem Modul, als Praxonleiterin sehe ich ja mal was die so alles für Themen haben.

00:33:52: Von den Modulen ist es sehr ähnlich wie meine Ausbildung damals außer dass die natürlich noch für den Bachelor und alles möglichen die ganzen wissenschaftlichen Sachen haben.

00:33:59: das hatte jetzt natürlich nicht.

00:34:01: aber ja mittlerweile ist es leider Gottes weniger Anatomie Physiologie Die gehen eher jetzt die Krankheitsbilder durch.

00:34:08: Ich hatte noch komplett.

00:34:10: Meine Prüfung war auch Anatomie, Physologie.

00:34:12: Ich musste alles auf Latein wissen ist mittlerweile leider nicht mehr so und manchmal habe ich Leute da wo ich so bin.

00:34:17: na was is denn das?

00:34:18: Was machen wir dann jetzt hier?

00:34:19: ja ich weiß nicht wo der Knochen ist.

00:34:20: schlecht wenn er hat sich das jetzt gerade auf Lateinen sagt!

00:34:23: Ich glaube sie ist ein bisschen einfacher geworden mit der Zeit von den Themen.

00:34:26: es ist sehr viel mehr Ethik mittlerweile aber Theorie Praxis bleibt immer dasselbe.

00:34:32: Ja, spannend.

00:34:33: Bevor wir jetzt zu unseren letzten drei Fragen kommen wollen wir dich noch mal fragen was ist dein abschließender Ratschlag für alle die jetzt überlegen selber Krankenpflegerin oder Krankenpflegern zu werden?

00:34:43: Geh ins Krankenhaus und schaust dir an!

00:34:45: Machen Praktikum.

00:34:46: ich habe das damals gemacht im Jahr zwei tausend vierzehn von meinem besten Freund die Mama.

00:34:49: Die hat im Krankenhaus gearbeitet, die hat mich durch alles mitgenommen.

00:34:53: Das war so cool und das war auch der Tag wo ich gesagt hab dass es mein Job Den mache ich.

00:34:57: Und deswegen, jeder muss sich in einem Geld koordinieren gerade jetzt die sozialen Medien, die geben einem so viel Kontra die ganze Zeit zu diesem Beruf.

00:35:05: Deswegen probiere ich auch bei mir eher dieses positive das coole zu zeigen aber auch zu sagen was negativ ist.

00:35:12: Deswegen macht euch ein eigenes Bild schaut den beruf euch an am Ende des Tages.

00:35:16: es ist ein wundervoller beruf und auch wenn wir zu wenig Leute sind Es gibt immer noch so viele leute da draußen die in dem beruf arbeiten Weil es einfach ein wunderschöner Beruf ist.

00:35:27: Vielen Dank für deine relevanten und bewegenden Worte, liebe Luisa!

00:35:30: Es war richtig tolles Interview bisher Und ich hatte irgendwie total oft Gänsehaut.

00:35:35: Also ist auch wieder klar geworden was für einen relevanten Job du eigentlich hast.

00:35:39: Wir kommen jetzt zu unseren letzten drei schnellen Fragen.

00:35:42: Sag uns doch gerne mal wo man dich nach dem Interview finden kann Wo man dir folgen kann.

00:35:46: Ich hab Instagram, TikTok und auch YouTube Und ich heiß bei allen Luisa Smiling.

00:35:53: Da kann ich finden, da zeige ich ganz viele Einblicke in den Krankenhausalltag.

00:35:58: Wie es ist als Krankenpflegerin zu arbeiten?

00:36:01: In der Notaufnahme zu arbeiten aber auch so ein bisschen meine Freizeit und teile immer ganz gerne aus ein paar Hacks für alle Pflegekräfte oder alle Leute aus dem medizinischen Bereich.

00:36:11: Wenn ich einen Heck habe dann teile ich den.

00:36:15: Und würdest du sagen gibt es einen Aspekt den wir jetzt hier noch nicht beleuchtet haben.

00:36:18: im Interview also irgendeinen Punkt den du gerne noch mitgeben möchtest?

00:36:22: Gute Frage.

00:36:25: Eigentlich nicht, ich glaube wir haben überall über das Wesentliche gesprochen.

00:36:28: Ich will einfach nur den Leuten sagen man darf nicht immer alles glauben was man irgendwie hört und was man sieht Und dass die Vorurteile einfach verschwinden.

00:36:38: und ich finde, dass wir alle und auch die Leute, die nicht im medizinischen Bereich arbeiten Dass man mal ganz kurz innehält und überlegt okay Irgendwann wird's mich treffen, es wird meine Mama treffen.

00:36:52: Es wird mein Papa treffen.

00:36:53: Wir sollten alle dafür kämpfen.

00:36:54: Es sind immer die Pflegekräfte, die auf die Straße gehen und die probieren laut zu werden.

00:37:00: Und also alle medizinische Bereiche.

00:37:01: Ich sage mal, Pflegekraftarbeit dazu gehören natürlich auch alle anderen Arthas, MFAS alles, MTRs, alle Buchufe in dem medizinischen Bereich sind.

00:37:10: Und ich glaube jeder sollte laut werden.

00:37:13: und zusätzlich ... sollte es auch mal die Leute erreichen, gerade vor allem in der Notaufnahme.

00:37:19: Man sollte manchmal nett sein gegenüber dem Personal, weil das macht ganz viel aus.

00:37:24: und wenn man überlegt, dass wir bei uns Security-Vierundzwanzig Sieben haben oder fast Vierundtwanzig sieben Polizeiaute vor unserer Tür stehen haben, dann heißt das schon was.

00:37:34: Und ich glaube ... Das kann einen schon aufregen, wenn man ne Neun Stunden an einer Notaufnahme ist.

00:37:39: Ich kann aber sagen, wenn da eine Notaufnahmen ist, ist man keinem Fall für die notaufnahme am Ende des Tages, wenn man mit Nettigkeit da reingeht.

00:37:48: Dann ist es alles viel besser und ich finde immer so.

00:37:50: das was mich auch wirklich nervt in meinem Beruf ist manchmal dass die Leute einfach nicht nett sind und man kann dann auch irgendwann nicht mehr nett sein Und dann Ist es halt einfach schade.

00:38:00: und dann gehen glaube ich noch mehr leute aus dem beruf weil wenn alle miteinander netz sind Es keine gewalt gibt gegenüber Personal.

00:38:06: Das ist ja auch einfach mal ein riesengroßes thema vor allem der notaufnahme weil da halt diese ganzen langen wartezeiten sind.

00:38:13: Ja, würdest den Beruf manchmal noch mal schöner machen und einfacher machen.

00:38:17: Das heißt an Leute, die sich aufgeregt haben, es ist okay, sich aufzudringen, aber lasst das nicht am Personal aus, weil das Personal arbeitet und das auch meist ohne Pause ganz oft leider Gottes.

00:38:27: Und mehr als arbeiten können wir auch nicht machen.

00:38:30: Wir haben alle nur zwei Beine und zwei Hände ... Genau!

00:38:33: Jetzt wollte ich die abschließende Frage an dich, weil wir unseren Podcast immer so positiv wie möglich abschließen möchten?

00:38:39: Welche guten Nachrichten erlebst du in deinem Joballtag?

00:38:43: Es gibt dir vielleicht Hoffnung in der aktuellen Krisenzeit.

00:38:47: Hoffnung gibt mir mein Team, dass wir uns alle gerade für das einsetzen, was wir eigentlich wollen und auch sehr gut zusammenhalten.

00:38:56: Und was für gute Nachrichten ... Ich glaube, ich bin ein sehr zukunftspositiver Mensch.

00:39:03: Deswegen sage ich, ich hoffe ... Der nächste Zeit und in den nächsten Jahren wird sich so viel

00:39:11: ändern,

00:39:12: dass so viele Leute Lust auf den Beruf haben.

00:39:14: Dass wir finanziell die Leute auch einstellen können, die die Lust auf dem Beruf haben und das das Gesundheitssystem besser wird und dieser Job angesehen ist von einem Leuten und die ganzen Mythen mal endlich verschwinden weil wir schon so laut gegen die ganzen mythen sind Und ich stelle mir jetzt eine Bubble vor wie es vielleicht in zehn Jahren ist einfach schöner ist und wir eine gute Krankenhausversorgung haben für unsere Eltern, für uns selber.

00:39:43: Für unsere Kinder, für jeden da draußen.

00:39:46: Und ich finde, Krankenhaus ist halt einfach so ein Riesenthema.

00:39:49: Und jeder von uns war schon mal im Krankenhaus und jeder kennt's.

00:39:52: Deswegen sind wir alle irgendwie davon betroffen.

00:39:55: Dass man halt irgendwann gut arbeiten kann in Ruhe arbeiten kann und eine gute, Krankenhausversorgungszeit hat.

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